Montag, 7. Juni 2010

Hamburg-Tour

Der Vespa Club Hamburg lud zum 60 jährigen Jubiläumstreffen in ein Hamburger Freilichtmuseum ein. Ein feiner Grund die Vespa zu packen und einen Ausflug nach Hamburg zu machen.

Begünstigt durch den Feiertag (und die freundliche Einladung eines Clubkameraden in Braunschweig zu übernachten) machte ich mich Donnerstag zunächst per Autobahn auf Richtung Norden bis nach Detmold.

Von dort hatte ich mir die kurvenlastigste Strecke über das Weser Bergland (was den Namen zu Recht trägt) Richtung Salzgitter ausgesucht und in die Navigation übertragen.


Größere Kartenansicht

Es war fantastisch!



Nicht minder fantastisch war die tolle Bewirtung in Braunschweig!

Das Bild verschweigt die Vorspeise und unzählige Grillgänge, die auf zwei Grills perfekt zubereitet worden, noch mal vielen Dank an dieser Stelle.

Am Freitag ging es dann per Autobahn nach Hamburg, da mir glaubhaft versichert wurde, daß es im Norden keine kurvenreichen Alternativen gibt - außerdem kamen wir nach langer Planung zukünftiger Touren, korrespondierendem Pils und einen ausgiebigen Frühstück auch erst Mittags los :-)

Gegen 15.00 trafen wir am Veranstaltungsort an und wurden von einem überraschten Organisator "begrüßt": Geht erst um 17.00 Uhr los, ihr könnt das Zelt da auf dem Parkplatz aufbauen - tschö.
Ob dieser nordischen Herzlichkeit bezogen wir erst mal unser Hotel in der Nähe und vertrieben uns die Zeit mit aufmerksamer Beobachtung der Zimmerdecken - so fängt Urlaub an!


Berghotel ist übrigens wörtlich, Serpentinen führen einige Höhenmeter zum Hotel hoch, von dem man tatsächlich einen schönen Blick auf Hamburg hat (zumindest Teile davon)


Die Serpentinen sollten sich Nachts noch als alpine Herausforderung darstellen, dazu später mehr.

 (Roller kurz vor dem Angriff)

Gegen 17.00 Uhr machten wir uns also erneut auf zum großen Vespatreffen und wurden wieder herzlich begrüßt "wollt Ihr nur mal gucken?" Nö wir sind angemeldet und fahren den Clubbanner nur aus Spaß an den Farben über 500 Kilometer durchs Land.....

Quasi als erste Gäste wurden wir sofort vom Parkplatz im Museum verscheucht "hier könnt Ihr nicht stehen bleiben" und ins Museum mit laufendem Betrieb gescheucht. Mit nem Roller kommt man sich in der historischen Kulisse voll mit normalen Besuchern sehr anders vor :-)


In der letzten Ecke des Museums trafen wir dann auf ein ganz liebes Forumsmitglied, was uns dann auch wirklich herzlich begrüßte und uns einen Platz auf dem Acker zuwies "hmm, nicht da zu den Schaltern".

(verbotener schöner Camping-Grund)

(erlaubter Camping-Grund im Dreck - Automaten nur hinter Gattern....)

Es folgte die offizielle Anmeldung und immer noch die große Eisamkeit. Keine Roller, kaum Besucher, ganz komische Atmosphäre. Erst mal den Gutschein für den Begrüßungssnack eingelöst (eine Bratwurst!!! wir hatten mit Verpflegung gebucht...) und auf die Ankunft der Clubkollegen erwartet.

Gegen 20.30 waren die auch da, so daß langsam das Teilnehmerfeld auf geschätzte 50 Roller am ersten Abend erhöhte.

Nun wurde alles gut! Zelte wurden in den Dreck gebaut und wichtige Utensilien ausgepackt


Die Party konnte beginnen :-) Vor dem offiziellen Zentrum spielte ein Alleinunterhalter evergreens auf der Gitarre un in Ermanglung einer Begrüßung oder sonstiger Programmpunkte versammelten wir uns an der Hütte  zu einem Nighter mit wirklich feiner Musik und der besten Bedienung von Hamburch

 (LaGialla - Nale, beste Bedienung von Welt - im Vordergrund ein leere Flasche "ficken", was noch zu manchem Wortwitz an dem Abend führen sollte)

(Gruppenbild mit Dame)

(Männer bei der Arbeit)

Nach einem wirklich gelungenen Abend traten wir nun den Heimweg in das Hotel an - laut Rezeption 15 Minuten zu Fuß. Die erste Überraschung: es gibt Nachts keine Straßenbeleuchtung, prima zum orientieren. Dank des sinnvollen Gastgeschenk, einer LED-Taschenlampe konnten wir das Übel schon mal minimieren. So wanderten wir strammen Schrittes und zählten voller Verwunderung die Bushaltestellen zwischen Museum und Hotel (4!) Nach 45 Minuten - inkl. Bergwertung zum Hotel - hatten wir es geschafft....


Der Samstag begann mit einem sehr kurzweiligen Vortrag zweier Hamburger Clubmitgliedern, die 2003 in vier Monaten mit den Vespen von Hamburg nach Kapstadt gefahren sind. Die Geschichten kannte ich zwar aus dem Internet, aber es war sehr interessant die Vespen und viele Anekdoten von der wahnsinnigen Reise kennenzulernen.

(die Expeditions-Vespen)

Nach dem Vortrag passierte erst mal nix, so daß wir noch mal in der Umgebung rumstrommerten und Moonie im Hotel begrüßen, der die Nase vom blöden Campingplatz (und der Tatsache, daß die sanitären Anlagen für die Zelter in der Dusche eines 10 Kilometer entfernten Schwimmbad bestanden) voll hatte.

Gegen 16.00 fanden wir uns zum Korso pünktlich ein, der sich als eine chaotische und scheinbar gar nicht vorbereitete Ausfahrt mit 30 km/h dreimal um den Block (18 Kilometer) entpuppte - sehr enttäuschend.


Nach dem Abendessen ließ ich den Abend dann lieber im Hotel, als auf dem Treffen ausklingen.
Waren zum Korso kurzfristig geschätzte 200 Roller zusammengekommen, so verflüchtigte sich Teilnehmer wie Aussteller auf dem Platz sofort. Die schon beschriebene Einsamkeit vom Freitag wiederholte sich, da auch die Hamburger Club- und Forumskollegen sich wieder Richtung Heimat verabschiedeten.

Hier noch ein paar Impressionen, die größtenteils von Rollerbubi stammen (wie auch die meisten Bilder hier)

(die Nordfraktion)

(der Parkplatz von dem wir Freitags verscheucht wurden)


Mit zwei Königinnen sind zwei Hamburger Clubmitglieder quer durch USA und die Karibik

Die muß nicht mehr fahren, wohnt im Wohnzimmer an der Elbchaussee....

PAV in schön


Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich dann Sonntag zeitig los und über Autobahn schnelle 400 Kilometer heimgefahren. Für Nachmittags war Regen angekündigt und ich habe es wirklich auf die Sekunde geschafft: angekommen und der Regen brach los.

In dem Zusammenhang ein dreifach Hoch auf die GTS. Es ist doch immer wieder ein Traum mit welcher großen Zuverlässigkeit die Automaten ihren Dienst verrichten! Anders wären solche Trips auch gar nicht möglich - die Automaten machen mobil!!!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Stefan!

War ein schöner Ausflug zu den unterkühlten Nordlichtern wie mir scheint! Finde ich toll so einen großen Beitrag mit vielen Fotos!

Ewald