Montag, 12. April 2010

Sozialisierung

Heute hat mich meine Tochter mit einem längst vergessenen Souvenir von einem Vespatreffen überrascht und ich habe mir Gedanken über die Sozialisierung von Kindern gemacht:

Weithin bekannt ist die Angst davor, daß das Kind sich für einen anderen Fußballverein entscheidet. Meine Tochter war schon vor der Geburt am Millerntor und nach der Geburt eher beim FC Köln angemeldet als beim Standesamt. Saisoneröffnung, FC-Devotionalien, Schlachtengesänge unter Ausblendung von Kraftwörtern und glücklicherweise ein lebendes Maskottchen mit Fell - kurz: das läuft kindgerecht in die richtige Richtung.
Was aber wenn das Kind einen Geschmack für falsche Roller oder gar japanische Chopper-Nachbauten entwickelt? Da gefriert einem das Blut in den Adern....
Fast von alleine entwickelte sich die Neugier und der Spaß an der Vespa. Gut, machen wir uns nix vor, alles was knattert, rot ist und sich bewegt ist für Kinder prima. Ich könnte auch einen Feuerwehrwagen fahren.
Trotzdem freue ich mich, wenn der Leih-MP3 vor der Türe lauthals als falscher Roller beschimpft wird. Recht hat sie! Roller ist Vespa, alles andere kaum Kompromisse. So freue ich mich doch sehr, daß wir eine gemeinsame Leidenschaft entwickelt haben, zunächst als Beifahrer vor der Haustüre auf dem Trittbrett

bis zum eigenen Stamatakis-Kindersitz und der ersten Ausstattung im Sinne von XXL-Helm uns XS-Nierengurt

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich habe auch einen solchen Sitz und ein hoffentlich zweiradliebendes Kleinkind.

Ab wann hast Du denn Deine Tochter mitgenommen?

Gruß aus Hamburg