Dienstag, 5. Januar 2010

Ohne Vespa nach Andechs

Den letzten Sonntag haben wir zusammen mit 4 Freunden genutzt um eine alte Tradition von Susanne und mir fortzuführen.

Seit einigen Jahren gönnen wir uns nach Neujahr einen Besuch im Kloster Andechs. Dabei steht nicht die seelische Erbauung im Vordergrund sondern wir genießen die Braukunst der Andechser Mönche.

Seit 1455 wird nachweislich Bier im Kloster gebraut. Nebst Bier gibt es auch typische bayerische Schmankerl, wenn auch von unterschiedlicher und nicht immer empfehlenswerter Güte.


Trotzdem ist die Braustube eine Sünde wert, wenn auch nicht in der Art, dass wir unseren Führerschein riskieren wollten.

Deshalb fuhren wir mit der S-Bahn bis Herrsching und erreichten dann zu Fuß mit einem Spaziergang von einer Stunde das Kloster über den Hörndlweg.

Der schöne Fußweg führt oberhalb des Ammersees zuerst durch die Stadt Herrsching und wird dann außerhalb des Orts zum richtigen Waldweg.

Je nach Witterung sind dabei gute, feste Schuhe mit guten Profil durchaus angebracht. Auch so dieses Mal. Der eisige und daher zum Teil sehr glatte Weg war sehr rutschig und nicht immer war jeder unserer Schritte fest und sicher.

Der Blick zum See in die Herrschinger Bucht ist sehenswert.


Nach gut zwei Drittel der Wegstrecke erreicht man die Hochebene vor dem Dörfchen Andechs. Wir hatten hier, wie schon öfters um diese Jahreszeit, eine phantastische Aussicht bis zu den Alpen im Süden.



Da es in den letzten Tagen geschneit hatte, präsentierte sich die kleine Ebene in strahlendem Weiß.


Der letzte Teil der Wegstrecke führte uns schließlich durch den Ort Andechs ins Kiental runter.


Auf der anderen Seite des Flüsschens war unser Ziel, oben am Berg schon zu sehen: Kloster Andechs

Ein letzter, steiler, total vereister Aufstieg und wir konnten vom Klostergarten aus die Fernsicht genießen.

Wir waren schon etwas außer Puste und froh über die kurze Verschnaufpause, bevor wir uns dem eigentlichen Ziel, dem Bräustüberl zu wandten.

Viele andere hatten auch den schönen Tag zu einem Ausflug auf den heiligen Berg genutzt. Bräustüberl, Schwemme, sonstige Nebenräume - alles berstend voll. Aber durch glückliche Fügung bekamen wir dann zu sechst im Bräustüberl den besten Tisch, direkt neben dem Kachelofen.

Nach reichlich Brotzeit, Schweinebraten, Schweinshaxe, Bier und Schnaps haben wir dann zurück den etwas kürzeren Weg durch das schön verschneite Kiental am Flusslauf entlang genommen.

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